Geographische Lage
Das heutige Georgien liegt im westlichen und zentralen Südkaukasien. Die westliche Grenze des Landes bildet die Schwarzmeerküste, im Norden begrenzt es den Kamm des Kaukasus-Gebirges, Im Osten grenzt Georgien an die Hochebene der Kura (Mtkwari) und im Süden verläuft die Staatsgrenze am Vorgebirge des Kleinen Kaukasus entlang, indem sie Armenien und die Türkei berührt.
Georgien ist ein klimatisch und geographisch vielfältiges Land, in dem der feuchtwarmer subtropischen Niederungen wechselt sich mit Halbwüstengegenden in Schiraki, der malerische Schwarzmeerstrand kontrastiert mit dem Gletscherwelt des Hohen Kaukasus. Geschichte, Sprachvarietäten, ethnische Grenzen, Sitten und Gebräuche, schufen in dieser Vielfalt eine sinnvolle, allgemeingebräuchliche Gliederung Georgiens in den Provinzen.
Kartli -Ostgeorgische Provinz Kartli, historisches Iberien.
Gewöhnlich wird Kartli in zwei Teile gegliedert: Innenkartli (shida Kartli) und Niederkartli (kwemo Kartli).
Kachetien
Östlich an Kartli grenzt Kacheti. Seit Jahrhunderten ist Kacheti ein Gebiet des Weinbaus.
Tuschetien (Nordost Georgien) Die südseite des Kaukasus
Im Norden grenzt Kachetien an das Gebirgsmassiv des Großen Kaukasus. Im Westteil dieser Nordgrenze liegt Tuscheti, ein von tiefen Schluchten durchzogenes Hochgebirgsland mit üppigen Bergwiesen, die zur Schafzucht genutzt werden. Von den wenigen Dörfern, die es in diesem Gebiet gibt, ist Omalo das größte. Der überwiegende Teil der Bevölkerung bewohnt das Gebiet nur im Sommer, um das Vieh zu hüten.
Westlich von Tuscheti liegt das gebirgige Chewsureti. Dieses noch sehr abgeschiedene Gebiet ist von großer Naturschönheit. Viele alte Festungen und Wehranlagen sind erhalten, beispielsweise die Festungen von Schatili und Muzo.
die Gebirgsweiden bietet die beste Bedingungen für Schaf- und Rinderzucht.
Mitten im Großen Kaukasus liegt Chewi, die westlich von Chewi gelegene Provinz. Die Landschaft Chewi wird vom Hochgebirge mit seinen Gletschern und reißenden Bergbächen und dem Tal des Tergi (Terek) geprägt.
Mtiuleti
Im Süden von Chewi erstreckt sich Mtiuleti, dessen Bild zu einem wesentlichen Teil von der Georgische Heerstraße bestimmt wird.
Westgeorgien
Imereti
Westlich des Surami-Gebirges, das Ost- von Westgeorgien trennt, liegt die Region Imereti.
Imereti stellt den ehemaligen Ostteil der alten Kolchis dar. Der Westteil von Imereti wird von der Rioni-Niederung gebildet. Am Rioni liegt Kutaisi, die Hauptstadt des alten Kolcherreiches und heutiges Zentrum der Region.
Ratscha-Letschchumi
Nördlich grenzen an Imereti Ratscha und Letschchumi an. Ratscha wird in das flachere Niederratscha (Zentrum Ambrolauri) und das höher gelegene Oberratscha (Zentrum Oni) gegliedert. Im gebirgigen Oberratscha ist die Rinderzucht der führende Zweig der Landwirtschaft.
In Niederratscha dominieren Wein- und Ackerbau. Ratscha ist reich an verschiedenen Mineralquellen.
Nordwestlich von Ratscha-Letschchumi liegt das gebirgige Swanetiens, das durch natürliche Hindernisse fast vollkommen vom übrigen Land abgeschnitten ist. Im Südosten und Süden trennen es die Gebirge von Letschchumi und Egrisi von Ratscha-Letschchumi und Megrelien, im Westen das Kodori Gebirge von Abchasien, im Norden und Nordosten bildet der Kamm des Großen Kaukasus die Grenze.
In Niederswanietien wird vorwiegend Rinderzucht betrieben, im Ackerbau sind Gemüse und Kartoffeln verbreitet, Mais und Weizen spielen eine untergeordnete Rolle. Das gebirgige Oberswanetien verfügt nur über geringe Möglichkeiten zum Feldbau; dagegen werden die Gebirgsweiden zur Viehzucht genutzt.
Abchasien
Abchasien, das gleichermaßen vom Großen Kaukasus wie vom Schwarzen Meer begrenzt wird, bildet den Nordwestzipfel Georgiens.
Zudem ist das Land heute eines den Zentren des Georgischen Teebaus. Ebenso günstig ist das Klima für den Obst-, Wein- und Tabakanbau.
Megrelien
Südlich von Abchasien und Swanetien breitet sich Megrelien aus, das im Westen von Schwarzen Meer, im Osten von Imereti und im Süden von Gurien begrenzt wird; der Hauptort ist Zugdidi. Den südlichen Landesteil nimmt die kolchische Niederung am Lauf des Rioni ein. Der westliche Reich war früher unwirtliches Sumpfgebiet, das Heute größtenteils trockengelegt ist. Megrelien liegt in der subtropischen Klimazone. Das warme, feuchte Klima begünstigt die Entwicklung von Tee- und Zitruskulturen und den Anbau von Bambus.
Gurien
Gurien grenzt im Westen an das Schwarze Meer, im Süden an Atschara, im Osten an Imereti und umfasst das Hügelvorland und die nördlichen Hänge des Meskheti Gebiergsmassivs. Das Klima begünstigt die Entwicklung und den Anbau von Tee- und Zitrusplantagen.
Atschara
Im Südwest Georgiens liegt Adjara (Hauptort Batumi. Das Klima von Adjarien ist subtropisch und sehr feucht.
Die feuchten Luftmassen, die vom Schwarzen Meer ins Land eindringen, stoßen auf die mächtigen Gebirgsbarrieren und regnen sich auf dem Territorium von Atschara ab.
Die Wirtschaft des Landes beruht vor allem auf dem Anbau von Tee, Zitrusbäume, Obstbäume, Wein, Lorbeer, Bambus und Tabak.
Südgeorgien
Samzche
Östlich an Adjara schließt sich Samzche an..
Der grösste Teil von Samzche ist eine Hochebene mit mildem Klima und heißen Sommern.
Im frühen Mittelalter spielte Samzche innerhalb des Königreichs Tao-Klardscheti eine bedeutende Rolle bei der Entwicklung des politischen Lebens und der Einigung Georgiens.
Von ganz anderer Natur als Samzche ist das benachbarte Dzawacheti (Hauptort Achalkalaki). Es ist ein ausgesprochenes Gebirgsland, in dem die vulkanische Tätigkeit erst vor verhältnismäßig kurzer Zeit zur Erliegen kam. Erdbeben sind in diesem Gebiet recht häufig. Das Land liegt im Durchschnitt 1700-2000 m hoch, die Randgebirge übersteigen die 3000 m-Grenze. Das strenge Klima und der Wassermangel lassen keinen nennenswerten Feldbau zu; auf den Hochgebirgssteppen wird Viehzucht getrieben.